06.03.2012

UWG–Rheinbach fordert positive Schritte zur Windenergie

Im Ausschuss für Stadtentwicklung: Umwelt, Planung und Verkehr hat die Fraktion der UWG-Rheinbach einen Antrag eingebracht, mit dem die Stadtverwaltung aufgefordert wird, unverzüglich positive Schritte zur Nutzung der Windenergie auch in Rheinbach einzuleiten. Dazu Fraktionschef  G. Bühler: “Die Stadt Rheinbach darf sich nicht länger gegenüber den unbestreitbaren Vorteilen der Nutzung der Windenergie verschließen und allein auf die wenig effiziente Solarenergie bauen!“ Der UWG-Antrag ist in einer internen Arbeitsgruppe von Ratsherr A. Wessel und den sachkundigen Bürgern  J. Meyer, Dr. E. Hanle und Dr. R. Ganten ausgearbeitet worden und zielt in drei Richtungen:

Zum einen wird die Verwaltung aufgefordert, die Eignung der im Bebauungsplan als Konzentrationszone für Windenergieanlagen ausgewiesenene zwischen Meckenheim und Rheinbach gelegenen Fläche „Bremeltal“  zu überprüfen. Die UWG hat große Zweifel, ob die vorgesehene Höhenbegrenzung auf 50 Meter Rotorspitze eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie erlaubt. Zum anderen bestehen große Bedenken gegen die Errichtung von Windkraftanlagen in unmittelbarer Nachbarschaft des Agrohortes Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn, wo intensive landwirtschaftliche Forschung betrieben wird und auf dessen Gebiet auch Wohngebäude stehen.

Sodann soll die Verwaltung beauftragt werden, eine Machbarkeitsstudie zur Nutzung der Windkraft durchführen zu lassen. In diese Untersuchung ist unter Berücksichtigung neuester Richtlinien, insbesondere auch des neuen Windenergieerlasses NRW 2011, das gesamte Stadtgebiet Rheinbachs einzubeziehen.

Schließlich fordert die UWG die Stadt auf, sich ohne Verzug in das bereits im Planungsstadium befindliche Projekt eines Windparks im Städtedreieck Bad Münstereifel/Euskirchen/Rheinbach direkt an der Stadtgebietsgrenze Rheinbachs einzuschalten und eine Errichtung von Anlagen auch auf Rheinbacher Gebiet zu prüfen. Nach dem gegenwärtigen Planungsstand des Projekts sollen auf kommunalen Flächen sowie Flächen der Forstbetriebsgemeinschaft Rheinbacher Höhen einige Windenergieanlagen errichtet werden.

Die UWG weist in ihrem Antrag ausdrücklich darauf hin, dass alle Planungen mit intensiver Beteiligung der Rheinbacher Bürger erfolgen sollten und wünscht eine konstruktive, fraktionsübergreifende  Zusammenarbeit zu diesem Thema.

Die UWG lässt sich bei ihrem Antrag von der Motivation leiten, dass bei der notwendigen verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien die Windenergie wegen der hohen Wirtschaftlichkeit eine besondere Rolle spielt. Diesem Trend darf sich Rheinbach nicht entziehen, zumal auf Rheinbacher Stadtgebiet geeignete Standorte für Windkraftanlagen vorhanden sind.

Wie auch andere Formen erneuerbarer Energie, etwa Erdwärme oder Biomasse, ist auch die nach wie vor stark subventionierte Solarenergie  eine sinnvolle Ergänzung der Energieerzeugung, allerdings nur auf Dachflächen, nicht auch auf Landflächen, die landwirtschaftlich oder als Gewerbegebiet genutzt werden können.

Windkraftanlagen sind raumschonend. Die UWG Rheinbach unterstützt daher das Ziel der Landesregierung, den Anteil der Windenergie an der Gesamtstromerzeugung spürbar zu erhöhen. Wenige Windkraftwerke können einen erheblichen Teil des Rheinbacher Strombedarfs decken. Sachkundiger Bürger J. Meyer: “Windkraftanlagen haben in der Bevölkerung ihren Schrecken verloren. Sie werden inzwischen von einem großen Teil der Bevölkerung akzeptiert. In den benachbarten Kreisen Euskirchen und Düren gehören sie bereits zum Landschaftsbild!“

Die Installation von Windkraftanlagen bedarf sehr sorgfältiger Planung. Die Einbeziehung der Bürger in diesen Prozess erleichtert die Akzeptanz. Möglichkeiten kommunaler Wertschöpfung durch Einbeziehung lokaler Betriebe bei der Errichtung oder durch Gewerbesteuereinnahmen  müssen in die Planung einbezogen werden. Damit ein großer Teil der erzielten Gewinne auch in der Heimat verbleibt, sollten als Betreiber sowohl Bürger als auch kommunale Betreiber möglich sein
Die Forderung der UWG: Die Stadt Rheinbach muss unverzüglich eine positive Einstellung zur Windenergie durch entsprechende Initiativen unter Beweis stellen!

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