06.06.2009

Sperrung des Durchgangsverkehrs für LKW über 7.5 t auf der L 163 in Flerzheim: Kein Lichtblick in Sicht

Es ist schon eine Weile her, dass über eine Sperrung des Durchgangsverkehrs für LKW über 7.5 t auf der schmalen Konrad-Adenauer-Straße(L 163) mit ihren sehr engen Kurvenradien in der Ortslage Flerzheim geredet und diskutiert wurde, doch etwas "Durchschlagendes" ist bisher leider nicht geschehen.

Ein diesbezüglicher Antrag aus dem Jahre 2005 war von Flerzheims UWG-Ratsherrn Hubert Martini gestellt worden. Daraufhin kam mit Schreiben der Stadt Rheinbach vom 28.12.2007 die Nachricht, dass der Landesbetrieb Straßenbau als zuständiger Straßenbaulastträger die Sperrung der Durchgangverkehrs für LKW über 7.5 t ablehnt. Zur Begründung führte der Landesbetrieb aus, dass die Ausweisung eines Durchfahrverbotes auf der L 163 der Bedeutung und Funktion einer Landesstraße entgegenstehe und somit einer Teilabstufung gleich käme. Ferner würde die beabsichtigte Sperrung nach Auffassung des Landesbetriebes Straßenbau eine Verlagerung des Schwerlastverkehrs mit sich ziehen und andere Ortslagen zusätzlich belasten.

Da mit der Einführung der LKW-Maut eine Mehrbelastung der L 163 durch LKW-Verkehr einherging, stellte Hubert Martini Ende 2008 erneut einen Antrag auf Sperrung. Der Antrag wurde am 17.3.2009 vom städtischen Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschusses einstimmig unterstützt. Nunmehr erfolgte mit Schreiben vom 9. April 2009 die erneute Ablehnung. Kaum nachzuvollziehen sind die Ausführungen, dass eine im Vorfeld erfolgte Verkehrszählung ergeben habe, dass ca. 50 % aller LKWs Anlieger der Ortschaft Flerzheim sind. Weiter wurde wieder zurückgegriffen auf die These, Landstraßen seien nunmehr dafür da, den Schwerlastverkehr jeglicher Art aufnehmen. Zudem wurde seitens der Polizei darauf hingewiesen, dass die für eine Sperrung in Betracht kommende Ausweichstrecke ein verstärktes Unfallgeschehen aufweist, deren Belastung mit zusätzlichem Gefahrenpotential durch LKWs nicht vertretbar ist.

Wenn eine Ausschilderung auf der Autobahn auf eine Sperrung der L 163 ab "Vier Bänken" hinweisen würde, blieben die Schwerlaster mit Sicherheit auf der Autobahn. Somit würden keine weiteren Landstraßen belastet werden, was auch eigentlich das Ziel sein sollte. Wenn der Landesbetrieb Straßenbau eine Sperrung nicht will, sollte dieser zumindest gehalten sein, diese Landstraße (L 163) baulich so auszugestalten, dass sie den Schwerlastverkehr in der jetzigen Form überhaupt aufnehmen kann.

In Begegnungssituationen in Flerzheim weichen Fahrzeuge einfach auf den Bürgersteig aus, zu dem muss die Straße als Schulweg von vielen Kindern täglich überquert werden. Es ist schade, dass auf die Lebensqualität der Flerzheimer Menschen keine Rücksicht genommen wird, meinen Hubert Martini und Ortsvorsteher Willi Schäfer. Für beide bleibt die Hoffnung, dass die angedachte kleinräumige Ortsumgehung von Flerzheim "L 163 n“ bis zum Jahre 2015 aus planerischer Sicht rechtskräftig ist, die finanziellen Mittel bereitstehen, um hernach mit dem Bau der Umgehungsstraße beginnen zu können.

 

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