01.07.2013

UWG Rheinbach fordert Überprüfung der Verkehrsregelungen am Bahnübergang

Vor einigen Monaten wurde der Bahnübergang an der Aachener Straße zu einem Hightech-Bahnübergang umgebaut. Im Zuge dieses Umbaus wurde auch die Verkehrsführung im Umfeld dieses Bahnübergangs geändert. "Diese neue Verkehrsregelung ist nicht nur unlogisch, sondern auch bürgerfeindlich." urteilt Ratsfrau Ursula Schaefers. So darf stadtauswärts nach links weder vor dem Bahnübergang in die Straße An der Alten Molkerei noch nach dem Bahnübergang in den Raiffeisenweg abgebogen werden. Andererseits darf stadteinwärts fahrend nach links sowohl vor dem Bahnübergang in die Keramikerstraße als auch nach dem Bahnübergang in die Straße Am Jüdischen Friedhof eingefahren werden. Der Raiffeisenmarkt im Raiffeisenweg etwa lässt sich so von der Innenstadt kommend nur noch auf Umwegen erreichen. Eine wahrlich gewerbefreundliche Lösung!

Im Gegensatz zur Keramikerstraße, aus der nach links auf die Aachener Straße eingebogen werden darf, darf aus der Straße An der Alten Molkerei nicht nach links – also über den Bahnübergang - in die Aachener Straße eingebogen werden. Kunden der dortigen Märkte aus der Nordstadt werden erst mal in Richtung Innenstadt in den überlasteten Kreisel Aachener Straße/Münstereifeler Straße geleitet, ehe sie Richtung Heimat fahren können. Für Fahrradfahrer eine besonders freundliche Verkehrsführung. Für die vielen illegalen Linksabbieger, die man dort beobachten kann, haben die Verkehrslenker allerdings einen besonderen Service bereit: ein Schild kündigt den Bahnübergang an.

Zwischen dem Gewirr der Autofahrer müssen dann die Fußgänger – und hier viele Schulkinder – den Weg über die Straßen bewältigen. Es ist nicht verantwortbar, das an einem der gefährlichsten Punkte der Stadt keine Fußgängerüberwege über die Straßen bestehen. Ratsfrau Ursula Schaefers von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Rheinbach hat sich an den Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung gewandt und beantragt, dass sich die Stadt gegenüber dem Landesbetrieb Straßen NRW und gegebenenfalls der Deutschen Bahn dafür einsetzt, dass zum einen die Beschilderung im Bereich des Bahnüberganges überprüft und für die Verkehrsteilnehmer logisch nachvollziehbar angebracht wird und zum anderen die während der Ausbauphase des Bahnüberganges eingerichteten Behelfszebrastreifen vor und nach dem Bahnübergang dauerhaft wieder erstellt werden.

In diesem Zusammenhang bemängelt Albert Wessel, Ratsherr und Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung: Umwelt, Planung und Verkehr: "Früher wurde der Ausschuss noch über Änderungen der Verkehrsführung an derart neuralgischen Punkten informiert und konnte gegebenenfalls auch Änderungswünsche vortragen, heute werden hier, durch wen auch immer, einfach Tatsachen geschaffen.". Die UWG-Fraktion hofft nun, mit ihrem Antrag die derzeit unbefriedigende und gefährliche Verkehrssituation am Bahnübergang den Verantwortlichen verdeutlicht zu haben, damit diese unverzüglich geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation einleiten können.
130701-Bahnübergang-300

 

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