27.10.2016

Allen Rheinbacher Kindern einen Platz an Rheinbachs Schulen ermöglichen

UWG Fraktion Rheinbach stellt erneut Antrag auf 6-Zügigkeit der Gesamtschule

Die UWG Fraktion Rheinbach hat sich erneut mit einem Antrag zur Entwicklung der Schullandschaft in Rheinbach an den Ausschuss für Schule, Bildung, Sport gewandt. Nach der bereits vor zwei Jahren durch einen Antrag dokumentierten Auffassung der UWG ist allen Rheinbacher Kindern ein Besuch einer weiterführenden Schule in Rheinbach zu ermöglichen. Der Verweis von Rheinbacher Kindern an weiterführende Schulen außerhalb Rheinbachs war und ist für die UWG nicht akzeptabel.

Während auf den beiden Rheinbacher Gymnasien nach Kenntnis der UWG die Aufnahmekapazitäten gut ausreichen, kann die als fünfzügig genehmigte Gesamtschule nicht alle Rheinbacher Kinder aufnehmen. Die Probleme entstehen bereits beim Anmeldeverfahren zum 5. Schuljahr, dann bei Wechslern von den Gymnasien auf die Gesamtschule und nicht zuletzt bei Familien, die neu nach Rheinbach ziehen und ihre Kinder auf der Gesamtschule anmelden möchten. In jedem dieser Fälle mussten bereits einzelne Kinder abgewiesen werden.

Eine nachhaltige Lösung dieser nach Meinung der UWG für die Schulstadt Rheinbach ernsten Problematik ist nach Überzeugung der Wählergemeinschaft eine 6-Zügigkeit der Gesamtschule. Dafür sind jedoch auch ausreichende Räumlichkeiten zu planen, dies am besten bereits ab dem Schuljahr 2017/18.

Anlass für den erneuten UWG-Antrag ist u.a. eine vom Fachbereich Jugend/Schule/Sport der Stadt Rheinbach vorgelegte Prognose zur Entwicklung der Schülerzahlen in der Stadt Rheinbach. Demnach werden in den nächsten Jahren die Schülerzahlen auf den weiterführenden Schulen aufgrund höherer Geburten spürbar ansteigen. Zusätzlich wurden nun auch Flüchtlingskinder berücksichtigt, die bereits in Rheinbach leben. In der vorgelegten Prognose wird die Auffassung der UWG Fraktion deutlich bestätigt: „Die Nachfolgeeinschulungsjahrgänge betreffend ist insbesondere für die Gesamtschule anzumerken, dass die Kapazitäten alleine für Rheinbacher Schüler/innen wahrscheinlich ausreichend sein würden. Jedoch vor dem Hintergrund der Einpendler Quote (Anmerkung hauptsächlich Schüler aus Swisttal und Meckenheim, die aufgrund der Gesetzeslage auch in Rheinbach berücksichtigt werden müssen) und der Entwicklung durch den Zuwachs der Flüchtlingskinder werden die Kapazitäten zumindest in einzelnen Jahrgängen nicht für alle Interessierten ausreichen“, heißt es in der Prognose. “Bei der Aufnahme von Kindern …bestehen grundlegende Kapazitätsengpässe bei der Gesamtschule…“ heißt es weiter. Der Fachbereich stellt fest: „Unter Berücksichtigung der jetzigen Rahmenbedingungen bieten sich keine offensichtlichen, organisatorischen Lösungen für diese Problematik an.“

„Die bisher von der Verwaltung dargestellten zaghaften Lösungsansätze vermögen nicht zu überzeugen und beseitigen nicht das offensichtliche Problem, allen Kindern in Rheinbachs Schulen eine Garantie für einen Schulplatz zu geben“ meint UWG-Ratsherr Jörg Meyer.

Deshalb beantragt die UWG:

  • bei der Bezirksregierung Köln den Antrag auf 6-Zügigkeit der Gesamtschule Rheinbach ab dem Schuljahr 2017/18 zu stellen. 
  • die räumliche Planung für eine Sechszügigkeit der Gesamtschule Rheinbach ab dem Schuljahr 2017/18 zu erarbeiten. Bei evtl. zeitlichen Restriktionen zur baulichen Realisierung sind auch temporäre Klassenräume als eine Option in Erwägung zu ziehen.
  • die Sechszügigkeit soll sowohl für das 2017 startende 5. Schuljahr geplant werden, als auch für das 7. Schuljahr. Dies ist für das 7. Schuljahr erforderlich, um sowohl Abgänger von Gymnasien als auch Zuzügler aufnehmen zu können.
  • die dazu erforderlichen Haushaltsmittel bereitzustellen.
  • Für das 5. Schuljahr sollen im Rahmen des Anmeldeverfahrens im Benehmen mit der Bezirksregierung Reserven sowohl für Zuzügler als auch für Abgänger von den Gymnasien freigehalten werden.


Dieser Antrag wird in der Sitzung des Ausschusses für Schule/Bildung/Sport am 23.11.16 um 18:00 Uhr im Rathaus beraten werden. Die UWG lädt alle interessierten Eltern und Lehrer als Zuhörer ein.

 

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