20.02.2016

Integration - Die eigentliche Arbeit steht uns noch bevor

UWG fordert einen „Masterplan Flüchtlinge“ und die Anpassung bestehender Planungen für Rheinbach

Vorbildlich und nachahmenswert ist das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Organisationen und Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, den Flüchtlingen zu helfen, sich bei uns einzugewöhnen. Beispielhaft sei hier das Bemühen von Kindergärten und Schulen genannt, den Flüchtlingskindern den Start in ein neues Leben ohne Terror und Krieg zu erleichtern. Ebenso wirkungsvoll ist die Tätigkeit des Flüchtlingshelferkreises bezüglich erster integrativer Arbeit mit den Flüchtlingen. Auch die Verwaltung steht völlig neuen Herausforderungen gegenüber, insbesondere bei der Bereitstellung von Unterbringungsmöglichkeiten und der Betreuung unbegleiteter Minderjähriger. Dabei ist die Sorge um eine menschenwürdige Unterbringung nur eine erste Hürde auf dem langen Weg der Integration und die eigentliche Arbeit steht noch bevor. Schnell wird klar, dass es der Mithilfe und Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger bedarf, damit Integration gelingt. Politik und Verwaltung allein werden die Integration nicht meistern können. Aber sie können die Kräfte bündeln und koordinieren. Ganz wesentlich für die UWG Rheinbach ist dabei die Erarbeitung eines allumfassenden Konzeptes unter Mitwirkung aller Fraktionen, in dem die wichtigsten Fragen einer erfolgversprechenden Integration von über 1.000 Flüchtlingen in Rheinbach geklärt werden müssen. Für unabdingbar hält die UWG die kritische Überprüfung bereits erarbeiteter/in Arbeit befindlicher Konzepte zur Entwicklung unserer Stadt. Inwieweit müssen diese aufgrund der Flüchtlingssituation angepasst und ergänzt werden?

Der Grundauftrag ist in der „Rheinbacher Erklärung“ aller Fraktionen „Flüchtlinge mit uns in Rheinbach“ vom 28. September 2015 formuliert. Die UWG Rheinbach schlägt deshalb die Aufstellung eines Masterplanes für Flüchtlinge zur Lösung von mittel- und langfristigen Aufgaben vor und hat einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gestellt, dem Rat bis zum Herbst dieses Jahres ein Gesamtkonzept (Masterplan Flüchtlinge) zur Beratung in den Fraktionen und Ausschüssen vorzulegen. Darin sollen u.a. zu folgenden Themen Vorschläge erarbeitet werden:

  • Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, sowie Maßnahmen zur Gewinnung zusätzlicher Kräfte
  • Weiterer Aufbau einer Organisation zur Gewährleistung einer weit gefächerten, langfristigen Unterstützung, z.B. durch Einstellung  von Sozialarbeitern
  • Identifizierung heutiger und zukünftig möglicher Zuschussformen durch Land und Bund
  • Schaffung von bezahlbarem  Wohnraum
  • Entwicklung von Szenarien für die Kindergärten und die Schulen und Anpassung der entsprechenden Entwicklungspläne
  • Gewinnung und Entwicklung von Unterstützungsformen der Rheinbacher Vereine (z.B. Sportvereine, Gewerbeverein etc.) zur Umsetzung der Integrationsarbeit.
  • Integration in das Berufs- und Arbeitsleben, Praktika, Ausbildungsplätze, Jobvermittlung,
  • Überprüfung und Aktualisierungen der Masterpläne Innenstadt, Wohnen 2030 sowie Einbeziehung der aktuellen und zukünftigen Planung in diese Pläne
  • Zusammenführung der Pläne in einen Masterplan Flüchtlinge

Die UWG Rheinbach bekräftigt ihren Willen und ihre Bereitschaft, aktiv an der Integration der in Rheinbach lebenden Flüchtlinge mitzuwirken.

[Home] [Wer sind wir] [Pressemitteilungen] [Termine] [UWG Stadtverband] [Die Fraktion] [Ratsinformation] [Anträge der UWG] [Datenschutz]