25.01.2012

Weitere Planung für eine Ortsumgehung Flerzheim ”L 163 n“ wurde eingestellt

Im Jahre 1989 hatten die damaligen Flerzheimer UWG-Ratsherren Johannes Esser und Hubert Martini den Antrag zum Bau einer ”Nordumgehungsstraße” von Flerzheim im Rat der Stadt Rheinbach eingebracht. Die Umgehung sollte am Lüftelberger Kreisel beginnen und über den Kiesabfuhrweg bei Müttinghoven in die L 163 einmünden. Der Antrag fand ein positives Echo, jedoch war klar, dass die  konkreten Schritte zur Realisierung der Maßnahme bei objektiver Betrachtung noch in weiter Ferne lag. Die Umgehung von Lüftelberg hatte auch über 30 Jahre gedauert.

Nach einem erneuten Antrag der UWG im Jahre 1994 kristallisierte sich heraus, dass eine Umgehungsstraße für Flerzheim im Landesstraßenbedarfsplan keine hohe Priorität erfahren wird, weil die Nachfragen für Umgehungen im Land NRW sehr hoch sind. Ein dritter Antrag der UWG vom Mai 2004 scheiterte, weil alle von Rheinbach gemeldeten Ortsumgehungen nicht in den Landesstraßenbedarfsplan aufgenommen worden waren. Doch im Jahre 2006 gab es plötzlich die Schlagzeile ”die Ortsumgehung für Flerzheim rückt näher”. Überraschend hatte die Verkehrskommission des Regionalrates die Umgehungsstraße von Flerzheim in die erste Stufe des Landesstraßenbedarfsplan aufgenommen. Das bedeutete: Die Realisierung der Maßnahme war bis zum Jahre 2015 vorgesehen. Dies musste jedoch noch vom Gesamtregionalrat bestätigt werden. In einer Regionalratssitzung am 17.2.2006 in Köln wurde die Maßnahme jedoch - von der Priorität 1 in die Priorität 2 mit Sternchen zurückgestuft. In Klartext bedeutet dies: Die "Realisierung ist für den Zeitpunkt nach 2015 vorgesehen. Die Planung kann beginnen und bis zum Baurecht fortgeführt werden.”

Diese Zurückstufung war nicht zu verstehen, da im Regionalrat die Mehrheit von CDU und FDP Maßnahmen aus dem Rhein-Sieg-Kreis in eine günstige Position hätte plazieren können. Diese Zurückstufung ist der eigentliche Knackpunkt in dieser nunmehr leidigen Angelegenheit, denn die neue rot-grüne Minderheitsregierung in NRW kann aus finanziellen Zwängen nur noch Maßnahmen der Priorität 1 bauen lassen.

Diesen Sachverhalt bestätigte der Landesbetrieb Straßenbau NRW -Niederlassung Ville in Euskirchen- auf Nachfrage. Dem Behörde wurde von ihrer vorgesetzten Dienststelle in Gelsenkirchen aufgegeben, die Planung für Flerzheim nicht weiter zu verfolgen. Dies ist betrüblich, da der Landesbetrieb bereits erheblichen Aufwand in dieses Projekt gesteckt hatte.  Die Ortsumgehung Flerzheim ”L 163n” ist also für unbestimmte Zeit auf Eis gelegt. Es nützt nichts, wenn jetzt die Flerzheimer CDU Ortsvertreter gegen die Landesregierung polemisieren, wie in der Presse zu lesen war. Wäre Flerzheim in der Prioritätenstufe 1 geblieben, hätte weiterhin geplant und mit einer Realisierung der Maßnahme in späteren Jahren gerechnet werden können. Die eigentliche Weichenstellung bei dieser Straßenbaumaßnahme lag in den Händen der CDU/FDP - Mehrheit im Regionalrat Köln und in der damaligen Koalition von CDU/FDP im Lande. Diese negative Entwicklung ist für die Flerzheimer Bürger sehr enttäuschend.

[Home] [Wer sind wir] [Pressemitteilungen] [Termine] [UWG Stadtverband] [Die Fraktion] [Ratsinformation] [Anträge der UWG] [Datenschutz]